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Herzlich willkommen bei den Duisburger Hundefreunden!

 

Die Herausforderung - Duisburg, November 2008

schild

Der Text der aufgestellten Schilder untersagte es, die Rhein- und Ruhrwiesen zu betreten, an die Uferbereiche zu gelangen und/oder ausgedehnte Spaziergänge unterhalb der Deichkrone zu unternehmen. Es wurde nicht einmal deutlich, ob die Wege, die teilweise durch die Wiesen oder am Uferbereich entlang führen, betreten werden durften. Auch war unklar, welche dieser Wege öffentlich waren

Wir hielten und halten diese Maßnahme für unverhältnismäßig.

Als naturverbundene DuisburgerInnen sind wir der Ansicht, dass die Rhein- und Ruhrwiesen zu den wenigen Gebieten in unserer Stadt gehören, in denen Naherholung mit oder ohne Kind, Hund, Oma, Opa, Tante, Onkel, Drachen, Fußball, Federball oder Fotoapparat möglich ist.

Duisburg hat das einzigartige Privileg, von einer Hauptwasserstraße und einem weiteren Fluss durchzogen zu sein, mit angrenzenden ausgedehnten Wiesen und Flussauen, die den kleinen Urlaub zwischendurch erlauben.
Leben am Fluss ist hier möglich und war schon immer ein besonderer Teil der städtischen Kultur. Kaum ein Ort spiegelt so sehr die vielfältigen Seiten des Ruhrgebiets wider, wie diese kleinen Fluchten an Rhein und Ruhr. Und kaum ein Ort wurde von so verschiedenen Interessengruppen genutzt.
Hier konnte man dem Alltagstrubel entfliehen, das Treiben auf dem Fluss beobachten, ausgedehnte Spaziergänge unternehmen, Weite erleben, Hunde ungestört und ohne andere zu stören laufen lassen, Kindergeburtstage feiern, Picknicken, Muscheln und Steine suchen, Strandgut sondieren, Wind, Wetter und Wolken genießen, in der Sonne liegen.

Entspannen.

 

Geschafft - Duisburg, Juni 2009

Eine Gruppe von Hundehalter/innen, schloss sich kurzfristig nach Kenntnis des Betretungsverbotes zum Informationsaustausch und zur Abstimmung gezielter Schritte zusammen.
Unser gemeinsames Ziel war die Aufhebung des Betretungsverbotes sowie des Leinenzwangs an Rhein- und Ruhrwiesen. Wir wollten erreichen, dass die Flächen der Allgemeinheit wieder zugänglich sind oder zugänglich gemacht werden und Hunden der Freilauf gestattet ist.
Um dies zu erreichen, waren wir auch entschlossen, alle legalen Möglichkeiten zu nutzen und auszuschöpfen.

Mit vielen Aktionen – siehe Menü-Punkt „was wir getan haben “ ist es uns gelungen, eine große Diskussion anzuregen. Die Verantwortlichen der Stadt wurden tätig und haben uns mit an einen runden Tisch gebeten, um eine für alle tragbare Lösung auszuarbeiten.

Der neue Schildertext ist von den Duisburger Hundefreunden mit entworfen worden. Die Stadt Duisburg fand ihn ansprechend und treffend, so dass sie die Schilder nun auf den städtischen Flächen aufstellen läßt. Das Dezernat für Umwelt und Grün hat u.a. hierdurch bewiesen, dass es auch freundlich und bürgernah - unter Verzicht auf die Verwendung eines “Paragraphendschungels” gehen kann.

Die vielen Gespräche mit den Vertreter/innen dieses und auch anderer Dezernate haben letztendlich im Ergebnis gezeigt, dass eine respektvolle und vernünftige sowie sachlich lösungsorientierte Kommunikation zu einem für alle tragbaren Kompromiss führen können. Hier sei vor allen Dingen auch der gute Wille und das menschliche Verhalten der Schäfer Discher und Metten erwähnt, die mit gutem Beispiel vorangegangen sind. Auf der anderen Seite müssen auch die vielen Hundehalter/innen gelobt werden, die einsichtig sind und den Schäfern durch ihr vernünftiges und umsichtiges Verhalten sehr entgegenkommen.

Außerdem wurde ein neuer Flyer erarbeitet, dessen Informationen sich speziell an die Nutzer der Rhein- und Ruhrwiesen richtet. Im Menü-Punkt „download“ kann er auch runtergeladen werden.