Rheinwiesenvorfall

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Re: Rheinwiesenvorfall

Beitragvon Yuta » Mi 2. Feb 2011, 22:16

Dobilenchen hat geschrieben:gerade wenns junghunde sind, die noch viel lernen müssen, können die im übrigen von einem althund mal eins auf die nase bekommen und lernen: mein mensch hat´s nicht im griff, ich muss das selber regeln. ja und es ist so, die meisten hunde müssten an der leine bleiben und das hat nichts mit der rasse zu tun


Meinst Du das so, wie Du das geschrieben hast?

Wenn Althunde einen jungen Schnösel in die Schranken weisen, lernt der Hund garantiert nicht, mein Mensch hat die Situation nicht im Griff.

Die meisten Hunde müssen an der Leine bleiben, weil
- ihre Menschen zu dämlich sind, ihrem Hund Erziehung und Grenzen zu bieten
- weil Hunde allgemein mißverstanden werden
- weil normale Hunde zu Problemhunden gemacht werden, daHundehalter und die Umwelt ein falsches Bild vom Tier "Hund" haben.
Bei leichten Depressionen hilft ein Bad mit ätherischen Ölen - bei schweren, ein Bad mit Fön.
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Re: Rheinwiesenvorfall

Beitragvon hazel » Do 3. Feb 2011, 00:08

Naja, irgendwie kann man beide Seiten nachvollziehen. Sicher schadet es keinem jungen Hund mal von einem älteren gerüffelt zu werden, wenn das in Maßen geschieht. Sollte sich der Jungspund aber ganz offensichtlich unterwerfen und sein Gegenüber lässt trotzdem nicht von ihm ab, so ist das doch sicher keine gute Sache mehr. Der Junghund lernt doch nur, dass
a) es nichts bringt wenn er sich unterwirft
b) sein Rudelchef nicht eingreift, er das also selbst regeln muss
c) da Unterwerfen ja nichts bringt er das anders lösen muss (Aggression, Flucht?)

Da wir ja alle nicht dabei waren außer Grisu kann man ja nur spekulieren.

@Yuta - was hast Du gegen eine Schleppleine?
Gruß,

Rolf

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Re: Rheinwiesenvorfall

Beitragvon Kruerex » Do 3. Feb 2011, 13:59

gerade wenns junghunde sind, die noch viel lernen müssen, können die im übrigen von einem althund mal eins auf die nase bekommen und lernen: mein mensch hat´s nicht im griff, ich muss das selber regeln.


Nö - selbst von meiner Ziege lernt Junghund : "Die Welt ist nicht rosarot und ich muß mich an Spielregeln halten"

Rede hier nicht vom Mobben , Jagen oder sonstiges "asoziales" (finde nun nicht das richtige Wort) Verhalten.

Umgang mit sozialisierten ,älteren Hunden halte ich für sehr wichtig - wichtiger als so manche Welpengruppe.

Und Hunde die nicht hören , wo ich das vor dem Leine abmachen schon weiß "och der geht jagen" , "och der kommt erst beim 100. Ruf" usw gehören an die Leine. Um sich und die Umwelt zu schützen.
Das man natürlich am Problem arbeitet um irgendwann das Ziel "Leine ab und alles ist gut" zu erreichen , versteht sich doch von selbst.
Das Hund ein Lebewesen ist und trotz super Erziehung mal anders reagiert als geplant ist auch klar oder? Aber das ist ja nicht die Regel , weil dann wieder *siehe oben*
Soll auch Hunde geben , die können nicht von der Leine und Halter hat sich trotzdem den Arsch aufgerissen...so mancher Trieb ist halt stärker...
Aber auch diese Hunde können ein glückliches Leben haben (Auslastung an der langen Leinen , eingezäuntes Gelände usw)
Liebe Grüße
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Re: Rheinwiesenvorfall

Beitragvon Rheinhausener-Rudel » Do 3. Feb 2011, 18:19

Hallo aus welchen TH kam denn der Boxer-Staffmix?


Dirk
Ein Hund ist ein Freund, der nicht nach dem Weg fragt, sondern ihn gemeinsam mit Dir geht.
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Re: Rheinwiesenvorfall

Beitragvon Dobilenchen » Do 3. Feb 2011, 18:24

hazel hat geschrieben:Naja, irgendwie kann man beide Seiten nachvollziehen. Sicher schadet es keinem jungen Hund mal von einem älteren gerüffelt zu werden, wenn das in Maßen geschieht. Sollte sich der Jungspund aber ganz offensichtlich unterwerfen und sein Gegenüber lässt trotzdem nicht von ihm ab, so ist das doch sicher keine gute Sache mehr. Der Junghund lernt doch nur, dass
a) es nichts bringt wenn er sich unterwirft
b) sein Rudelchef nicht eingreift, er das also selbst regeln muss
c) da Unterwerfen ja nichts bringt er das anders lösen muss (Aggression, Flucht?)

Da wir ja alle nicht dabei waren außer Grisu kann man ja nur spekulieren.



@Yuta - was hast Du gegen eine Schleppleine?


Danke! Genauso war es gemeint und eine hexenjagd auf die hunde mach ich eh nicht, habe selber einen zu haus und ich weil ich doof war, sondern weil andere gesagt haben (da war sie noch nicht bei mir) die muss das mal lernen! Tja so entstehen nun mal die traumata! ich finde es nur nicht gut, wenn andere hund laufen lassen von denen sie wissen die hören eh nicht! so und nix anderes hab ich gemeint!

was spricht gegen eine schleppleine-wohl bemerkt richtige handhabung
Grüße Sabrina, Amy, Rocky & Csoki und mein Lenchen unvergessen ganz tief im Herzen


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Re: Rheinwiesenvorfall

Beitragvon Dobilenchen » Do 3. Feb 2011, 18:30

Kruerex hat geschrieben:
gerade wenns junghunde sind, die noch viel lernen müssen, können die im übrigen von einem althund mal eins auf die nase bekommen und lernen: mein mensch hat´s nicht im griff, ich muss das selber regeln.


Nö - selbst von meiner Ziege lernt Junghund : "Die Welt ist nicht rosarot und ich muß mich an Spielregeln halten"

Rede hier nicht vom Mobben , Jagen oder sonstiges "asoziales" (finde nun nicht das richtige Wort) Verhalten.

Umgang mit sozialisierten ,älteren Hunden halte ich für sehr wichtig - wichtiger als so manche Welpengruppe.

Und Hunde die nicht hören , wo ich das vor dem Leine abmachen schon weiß "och der geht jagen" , "och der kommt erst beim 100. Ruf" usw gehören an die Leine. Um sich und die Umwelt zu schützen.
Das man natürlich am Problem arbeitet um irgendwann das Ziel "Leine ab und alles ist gut" zu erreichen , versteht sich doch von selbst.
Das Hund ein Lebewesen ist und trotz super Erziehung mal anders reagiert als geplant ist auch klar oder? Aber das ist ja nicht die Regel , weil dann wieder *siehe oben*
Soll auch Hunde geben , die können nicht von der Leine und Halter hat sich trotzdem den Arsch aufgerissen...so mancher Trieb ist halt stärker...
Aber auch diese Hunde können ein glückliches Leben haben (Auslastung an der langen Leinen , eingezäuntes Gelände usw)

unser junghund lernt auch von lena und wird in die schranken gewiesen, das ist auch von hunden mit gutem sozialverhalten ok- aber die meisten hunde lernen doch gar kein richtiges sozialverhalten mehr! und ja oft liegt das problem des hundes am menschen - aber eben nicht immer.

im übrigen habe ich hier keine hunde verurteilt, sondern lediglich das verhalten, wenn mein hund auffällig wird trotzdem zu sagen "es wird schon gut gehen"

Ja, lenas läuft nicht ohne leine, da sie 1. jagd (hat auf der straße gelebt und sich selbst ernährt, bekommt man also auch nicht durch alternativtraining) 2. mit fremden hunden aufgrund ihrer erfahrungen nicht verträglich ist und ich mit ihr noch nicht so weit im training, da brauchen wir noch.
Grüße Sabrina, Amy, Rocky & Csoki und mein Lenchen unvergessen ganz tief im Herzen


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Re: Rheinwiesenvorfall

Beitragvon Schützi » Do 3. Feb 2011, 19:24

Ich finde auch, daß Schleppleinentraining ne ganz gute Sache sein kann.
Siehe Loona wir sind fast 2 Jahre mit Schleppe gelaufen, wegen ihres Jagdtriebs (unterstützt von anderem Anti-Jagd-Training) mittlerweile läuft sie fast zu 90 % offline!
Gruß
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Re: Rheinwiesenvorfall

Beitragvon Yuta » Do 3. Feb 2011, 20:49

Um zum Thema zurück zukommen:

ich stelle fest, ich bin hier umgeben von Hundeflüsterern, die jede Regung eines Hundes lesen und interpretieren.
Wow - kann ich da nur sagen. Ich kann's nämlich nicht.

Jetzt seit doch mal alle ehrlich, den größten Teil der innerartlichen Kommunikation kriegen wir Deppen Mensch doch gar nicht mit, weil die Kommunikation zwischen den Hunden schnell und vielschichtig abläuft.

Aber dass ist doch das Problem an der Sache, die wenigsten Leute wissen doch, wie ein Hund tickt.

Glaubt ihr eigentlich im Ernst, dass jede kritische (für uns Menschen kritische!) Situation durch Beschwichtigungsgesten wie z.b. Weggucken, Gähnen, auf den Rücken legen u.a. beigelegt wird? Warum soll ein Hund, der bedrängt wird, klein beigeben? Warum wird eine Reaktion wie Knurren, Zähnefletschen, Kamm, in die Luft beissen oder ähnliches als schlecht angesehen? Warum wird diese Reaktion nicht auch als normales Hundeverhalten angesehen?

Weil wir zienlich weit davon entfernt sind zu wissen, was normales Hundeverhalten überhaupt ist.
Weil uns eingeredet wird, dass ein Hund, der sich wehrt, ein Sozialkrüppel ist. Egal was man liest oder hört, der Tenor ist doch, alle Hunde haben sich lieb. Wenn nicht, muss man sich für teures Geld die Hundenanny holen.
Bitte unterscheiden - ich spreche reale Sozialkrüppel (die es leider auch immer mehr gibt), die so kaputt sind, dass sie eine reale Gefahr für andere Vierbeiner darstellen, jetzt nicht heilig!

Für mich hört sich die Situation, die Grisu erlebt hat, als eine "normale" Hundebegnung an; laut, flegelhaft, Junghunde untereinander sind oftmals unerzogene Rüpel.

Gruß
Yuta
P.S. war den ganzen Tag auf der Jagd und HUnd und bin einfach nur noch platt, äußere morgen meine Meinung zur SL.
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Für diesen Beitrag hat/haben sich bei Yuta
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Re: Rheinwiesenvorfall

Beitragvon Kruerex » Do 3. Feb 2011, 21:49

ich stelle fest, ich bin hier umgeben von Hundeflüsterern, die jede Regung eines Hundes lesen und interpretieren.
Wow - kann ich da nur sagen. Ich kann's nämlich nicht.


Vor Jahren mal mit einer Hundegruppe gelaufen und die Besitzer waren wirklich jeden Pups am kommentieren. (T-Stellung, X Stellung , Gähnen , Spielaufforderung usw das nicht noch die Form der Haufen diskutiert wurde war alles)
Mich interessiert Körpersprache ja auch , aber da mußte ich nach 30 Min gehen oder es hätte Tote gegeben 8-)

Ein sehr schönes Beispiel erlebe ich aber grade mit Krüsi:
Wir treffen nun öfter eine junge , gleichgrosse Hündin. Gleichgrosse Hunde sind ja nicht Madams Fall und da zickt sie gerne rum (Keifanfall usw)
Die andere hat aber von Anfang an durchschaut das Madam nur Show macht .
Sind immer nur kurze Begegnungen , aber jetzt bei der 3. oder 4. fing Madam an Spielaufforderungen zu machen.
Wie oder was die andere Hündin macht werde ich als Mensch wohl nie verstehen oder genau sehen (geschweige denn nachmachen) - im Grunde macht sie fast garnix..außer gucken ob Madam zickt und dann links liegen lassen

Finde ich echt interessant und wenns nicht zum Thema passt - auch wurscht ;)
Hund ist auf jeden Fall schlauer als so mancher Mensch der Madam als "hat Knall weg" einstuft , weil selbsternannter "Hundeflüsterer" (um beim Wort zu bleiben)
Liebe Grüße
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Re: Rheinwiesenvorfall

Beitragvon Schützi » Fr 4. Feb 2011, 11:39

Danke Yuta: Die sprichst mir aus der Seele!

Wie oft kommt es vor, wenn Hund sich "richtig hündisch" verhält er als agressiv, asozial und was was ich noch alles abgestempelt wird!

Mal wieder ein "Parkbeispiel": Hündin kommt in Schleich-Fixier-Stellung fletschend auf Sid zu, der Besitzer nur: Ach ihrer ist ja ein Rüde! die will nur Spielen!!!!! :o
Naja ne Spielaufforderung sieht für mich und auch für Sid anders aus! :o
Ende vom Lied war, die Hündin macht Attacke und sie und Sid fangen an sich zu raufen, mir fällt jetzt kein besseres Wort ein!
Der Besitzer der Hündin: Was ist das denn, meine ist doch ne Hündin, das Verhalten ihres Rüden ist aber nicht normal!

Kein Kommentar, die Situation ist schon lange lange her solche Begegnungen sind allerdings noch immer der alltägliche Parkwahnsinn! :o
Gruß
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